-Ein Gedicht an den
Nikolaus-
Wir schreiben
Dezember und wie erwartet weihnachtet es sehr.
Wie immer zu dieser
Zeit im Jahr, kommen die Menschen zusammen
Und machen es sich
schwer.
Denn das
Weihnachtsfest ist schon lange nicht mehr
Was es mal war,
beziehungsweise wie Ich es in Erinnerung hab.
Ich weiß noch
damals, wie Ich aufgeregt jeden Tag ein Türchen aufgemacht hab.
Die Schockolade war
lecker, dann ging es raus in ein Winterwunderland und so vergeht
jeder einzelne Tag, bis der 24. auf der Tür stand.
An diesem Tag dann,
war Ich gespannt was der Weihnachtsmann mir mitgebracht hat.
Natürlich wusste
Ich es schon, denn Ich hatte es ja schon gefunden auf dem Dachboden,
Meine Mutter war
schließlich immer arbeiten, vor allem Nachts und mein Vater hatte
nicht immer Geld um die Langweile zu töten, in mir.
Wie sieht das Heute
aus?
Auf meinem Kalender
sind lange keine Motive mehr drauf, die man mit Weihnachten assoziert
Nur kleine gelbe
Wesen, die die Fernsehwrbung zu einem Erfolg dressiert.
Ich mache, was Ich
sonst nie tue und schalte das Radio an, Ich stehe schließlich nicht
mehr so gespannt auf und hab auch keinen Wecker der mich daran
erinnert.
Im Radio höre Ich
wie ein Chor aus Menschen ein Lied singt, vom letzten
Weihnachten.
George Michael ist der Interpret, leider weiß sicher kaum wer von denen, dass der nicht mehr lebt!
George Michael ist der Interpret, leider weiß sicher kaum wer von denen, dass der nicht mehr lebt!
Ich schalte wieder
ab, Ich hasse diesen elenden Song!
Draußen liegt nun
kein Schnee, nicht mal Matsch oder sonst was, nur Regen, ein paar
grüne Flecken Rasen und kühles dreckiges Nass.
Am 24. sieht es dann
auch sehr anders aus, naja eigentlich kaum.
Ich bin einsam am
Weihnachtsabend und sitze wenig sagend in meiner Wohnung rum
Trinke Tee nach Tee
und gucke mich einfach um, denke an früher und sehe nicht viel mehr.
Früher war auch nur
Bescherung und dann war Ich auch allein in meinem so genannten „Heim“
Und nach dem
Weihnachtsessen, gab es keine Zeit gemeinsam, denn die einzige
Person, die da war, wollte lieber mit irgendwelchen Fremden feiern.
Aber eigentlich
beginnt das Alles ja schon im November. Wenn zum schwarzen Freitag
alle ungern zur Arbeit gehen, wenn sie hinter einer Kasse stehen.
Das Motto des Tages
ist hier nicht, dass der Kunde König ist.
Sondern, dass man
jegliches Produkt, soweit es geht entwerten muss.
Das alles kurbelt
sie an, die Kommerzmaschine.
Dieses Teufelsgerät
zieht alle Menschen an,
die von bunten
Lichterketten eingewickelt wurden, ohne sich zu wehren.
Ist dieser Tag
vorbei, ist diese Zeit in vollem Gange, denn ab hier geht sie erst
richtig los und treibt auf einem Floss über ein Meer aus hässlichen
Mützen, falschen Bärten und einer Liste, die niemals vergisst.
Umrandet von Lichterketten, bunten Bäumen und viel zu viel Zimt.
Viele sagen immer,
dass beste an Weihnachten sein Lebkuchen und Spekulatius, allerdings
liegen die schon im Oktober aus.
Aber immerhin gibt
es ja noch Glühwein, mit dem man das alles schnell wieder vergessen
kann.
Früher ging Ich
sogar gern auf Weihnachtsmärkte aber Heute gucke Ich zurück und
gehe Ich auf so einen Platz, sehe Ich all das ist fehlerhaft.
Viel zu viele
Menschen stehen an um zu teure Sachen zu kaufen, sie schlagen und sie
raufen für das letzte Stück Weihnachtsstollen und drängeln sich
durch Massen durch, denn gleich beginnt er, der
Weihnachtstruck-Umzug.
Dazu sehe Ich
Menschen, die Ich eigentlich nicht sehen möchte. Leute mit roten
Mützen, die sich eher einen Spiegel, als Alkohol kaufen sollten. Ein
Wirt, der selbst schon völlig betrunken, eine Frau übergibt sich
auf die Stiefel eines Typen im Landser-Shirt und ein kleiner Junge
guckt ganz verwirrt, als er sieht wie ein Weihnachtsmann an ihm
vorbeiläuft, während er auf dem Schoss eines anderen sitzt und
seine Wünsche presigibt.
Das beschreibt es
wohl ganz gut, dass Weihnachtsfest, wenn man erwachsen ist und nicht
einfach seine Probleme vergisst.
Das Fest steht für
Liebe, Familie und Freude an Sachen die man hat und nicht kaufen
muss.
Aber anstatt es so
zu feiern, sieht es ganz anders aus.
Man kauft
überteuerten Müll oder schenkt einfach Geld. Man guckt auf sein
Handy und ärgert sich, weil immernoch nicht da ist, was man bestellt
hat, während man Weihnachtsgrüße an fremde Menschen twittert.
Der Baum ist nur
perfekt für die Influencer die ihn missbrauchen, als
Selfie-Hintergrund-Objekt.
Der Opa beschwert
sich, dass man die Kultur entweiht, weil es nicht mehr
Weihnachtsmarkt sondern irgendwas mit Winter heißt. Dabei feiert er
einen Roten Weihnachtsmann und guckt dabei Werbung von Coca Cola an.
Ich freue mich für
euch, wenn ihr Spass an diesen Tagen habt, seid froh dass ihr eine
Familie habt und Liebe bekommt, ihr sie weitergebt und eventuell auch
ein paar Leute lächeln seht.
Für mich ist dieser
Brauch schon lang gestorben und ihn zurückzuholen, wäre sinnlos,
denn Morgen ist es alles wieder vorbei, dann bleibt nur noch
Silvester, was Ich ebenfalls nicht mehr feiere.
Denn Ich feiere
sicher keinen gezwungenen Neuanfang, schließlich schreiben wir nur
eine neue Zahl an unseren Kalender heran.
Also lieber
Nikolaus, Christkind oder Weihnachtsmann.
Mein Wunschzettel
ist nicht bescheiden oder relaisierbar, aber sinnvoll und ohne
Scheisse.
Der erste Punkt ist
Frieden, für alles und jeden.
Der Zweite ist
Respekt, denn dass ist etwas von dem bestimmte Leute mehr brauchen
als einem komischen und dummen Brauch hinetrherzulaufen.
Der dritte Punkt
ist, dass meine Einsamkeit endlich vergeht aber wir wissen Beide,
dass dieser Wunsch
schon zu lange auf dem Zettel steht.
Und jetzt noch ein
Gedicht für dich, damit du nicht allzu sauer bist.
Oh Tannenbaum, Oh
Tannenbaum
Wie grau sind deine
nicht vorhandenen Blätter
Du bist nicht nur im
Winter da
Nein auch immer
Sommer, wenn das Wasser wieder knapp wird
Und die Hitze beim
schlafen stört
Oh Tannenbaum, Oh
Tannenbaum
Ich verstehe nicht
warum es Menschen gibt
Denen egal ist
Was dieser Planet für einen Wert hat
Was dieser Planet für einen Wert hat
Die ihn jeden Tag
zerstören und dann die verhöhnen
Die sich einsetzen
Für unseren
Planeten
Nicht mit
Hasstiraden, sondern mit Fakten argumentieren.
Oh Tannenbaum, Oh
Tannenbaum
Das alles ist ein
kleiner Alptraum
Der kommt und einen
Monat nicht geht
Den kaum jemand
versteht
Aber bei dem jeder
freidreht
Und seine Probleme
in den Hintergrund schiebt
Um dann danach zu
realisieren
Dass sie nicht weg sind
Dass sie nicht weg sind
Sondern weiterhin
bestehen